Schilddrüsen OP

schilddrüsen op

Prinzipiell gibt es drei Gründe warum eine Operation an der Schilddrüse notwendig oder sinnvoll sein kann:

  • Tumorverdacht beziehungsweise Nachweis eines Karzinoms
  • Definitive Behandlung einer Überfunktion
  • Lokale Symptome durch Größenwachstum

Tumorverdacht

Die Wahrscheinlichkeit, dass in einem kalten Knoten ein Karzinom sitzt beträgt in etwa 5%. Meist kann das Risiko dafür durch genaue Untersuchung im Ultraschall eingegrenzt werden. Manchmal wird auch eine sogenannte Feinnadelpunktion durchgeführt, dabei wird unter Ultraschallkontrolle mit einer dünnen Nadel Gewebe aus dem Knoten abgesaugt und histologisch untersucht. Falls diese Untersuchung einen Tumorverdacht ergibt, rät man zur Operation.

Definitive Behandlung einer Überfunktion der Schilddrüse

Nachdem durch medikamentöse Behandlung die Funktion der Schilddrüse normalisiert ist, muss das selbständig hormonproduzierende Gewebe entfernt werden. Falls eine Radiojodtherapie nicht sinnvoll ist oder der Patient eine solche nicht möchte, kommt als Lösung auch eine Operation infrage.

Lokale Symptome

Eine vergrößerte Schilddrüse oder ein einzelner Knoten der ungünstig liegt, können Schluckstörungen oder Schwierigkeiten beim Atmen verursachen, auch dies kann durch Entfernung der halben oder ganzen Schilddrüse exzellent behandelt werden.

Technische und taktische Aspekte der Schilddrüsen OP

Hinten an der Schilddrüse liegen die sogenannten Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen), die den Kalzium­stoff­wechsel steuern. Eine weitere Struktur die unmittelbar an der Schilddrüse, zwischen dieser und der Luftröhre verläuft ist der Stimmbandnerv (Nervus Laryngeus Recurrens oder Recurrens).

Nerven und Nebenschilddrüsen werden unter mehrfacher Vergrößerung mit Lupenbrille bei der Schilddrüsen OP exakt dargestellt, um sie sicher schonen zu können. Der Nerv selbst wird zusätzlich während der Operation durch ständige elektrische Reizung (Neuromonitoring) überwacht und geschützt.

Unter diesen Voraussetzungen sind die früher häufigen und gefürchteten Komplikationen Stimmbandlähmung und Unterfunktion der Nebenschilddrüsen in routinierten Händen sehr selten geworden und treten nach weniger als einer von zweihundert Operationen auf.

Da es nach jeder Operation zur Entwicklung von Narbengewebe kommt versucht man eine zweite Operation an der Schilddrüse wenn irgend möglich zu vermeiden. Um vor allem am Stimmbandnerv kein zweites Mal operieren zu müssen wird daher sinnvollerweise entweder die halbe oder – bei beidseitigem Befall – die gesamte Schilddrüse entfernt.

Die Schilddrüse ist das einzige Organ des Körpers dessen Funktion durch die Einnahme einer Tablette täglich perfekt ersetzt werden kann, abgesehen vom sehr geringen Risiko der Operation spricht daher nichts gegen dieses radikale Vorgehen.

Kein Text kann das persönliche Gespräch ersetzen – bitte kommen Sie mit all Ihren Befunden zu mir in meine Ordination in Perchtoldsdorf.

In einem ausführlichen Gespräch legen wir das für Sie sinnvolle Vorgehen gemeinsam fest.

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