Gefäßkrankheiten - Allgemeines

Am häufigsten sind Durchblutungsstörungen auf Basis von verengten Arterien (Schlagadern). In Abhängigkeit vor allem von der Länge von Engstelle oder Verschluß kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung.

Dehnung + Stent

Über einen Einstich in der Leiste wird ein dünner Katheter in die Engstelle eingebracht und diese mittels Ballon aufgedehnt. Eventuell wird anschließend ein sogenannter Stent eingebracht. Das ist Drahtgitterröhrchen, das verhindern soll, daß sich die Engstelle nach der Aufdehnung wieder schließt.

TEA + Patchplastik

Als ThrombEndArteriektomie bezeichnet man das Ausschälen von harten Belägen ("Plaques") aus einem Gefäßabschnitt. Das längs aufgeschnittene Gefäß wird anschließend mittels eines Stückes Vene oder Kunststoff ("Patch" = Flicken) wieder zugenäht.

Bypass

Bei einem längerstreckigen Verschluß kann es sinnvoll sein, die Durchblutung mittels Bypass (= Umleitung) wieder herzustellen. Als Material verwende ich vorzugsweise körpereigene Vene, darüber hinaus stehen verschiedene biologische und Kunststoffmaterialien zur Verfügung.

Aneurysma

Darunter versteht man eine krankhafte Aufweitung einer Arterie, recht häufig des unteren Anteils der Bauchschlagader. Betroffen sind meist Männer ab dem siebten Lebensjahrzehnt.

Prinzipiell können Aneurysmen an allen Arterien des Körpers auftreten, manchmal verursachen sie auch durch Ausschwemmen von Blutgerinnseln Gefäßverschlüsse.

Ob man ein oft zufällig aufgefundenes Aneurysma behandeln muß, wann und mit welcher Methode, das wird im persönlichen Gespräch zwischen Gefäßchirurg und Patient in allen Einzelheiten erörtert.


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