Antikoagulation - "Blutverdünnung"

Unter Antikoagulation faßt man alle Maßnahmen zur Hemmung der Blutgerinnung zusammen. Prinzipiell sind zwei Mechanismen zu unterscheiden:

A) Aggregationshemmer

Erschweren das Zusammenballen der Blutplättchen ("Thrombozyten")
ThromboASS®, Plavix® wirken hauptsächlich im arteriellen Stromgebiet, d. h. nicht bei/gegen Venenthrombose. 100mg Aspirin sollte jeder "Gefäßpatient" lebenslang schlucken, soferne nicht ein spezieller Grund dagegen spricht. Plavix® wird meist nach einem Stent verordnet.

B) Heparin, "Niedermolekulare Heparine", Marcoumar, Sintrom

Beeinflußen verschiedene Faktoren der sogenannen "plasmatischen Gerinnung".

Niedermolekulae Heparine ("Thrombosespritze" in Bauchhaut oder Oberschenkel) werden meist vorbeugend verabreicht um das Risiko eines Blutgerinnsels in den tiefen Beinvenen zu reduzieren.

Marcoumar, Sintrom ("Blutverdünnung") muß man schlucken und die einzunehmende Dosis immer wieder kontrollieren lassen; diese Medikamente kommen meist nach einer Venenthrombose oder einer Lungenembolie zum Einsatz. Auch nach Bypassoperationen sind sie unter Umständen sinnvoll.

Die oben angeführten Faktens stellen nur einen groben Überblick über gerinnungsaktive Medikamente dar. Die Art, Zusammensetzung und Dosierung der Antikoagulation muß für jeden Patienten individuell nach dessen Erfordernissen und Risiken mit dem behandelnden Arzt festgelegt werden.


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